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Angekommen in Manila

Eine Straße in Manila nahe meines HotelsNachdem ich nun am Donnerstag angekommen bin, habe ich jetzt einmal ein bisschen mehr Zeit, um von meiner Reise auf die Philippinen zu berichten.

Ich und meine Gruppe sind mit Quatar Airways am Mittwoch mit einem Zwischenstop in Doha in Manila nach 22 Stunden einen Tag später am Donnerstag gelandet. Mein erster so lange Flug wurde dabei durch einen tolles Entertainmentsystem versüßt, was neben neuere Filmen, auch aktuelle Nachrichten und Spiele geboten hat. Nicht nur das, sondern auch das voll ausgebuchte Flugzeug taten ihren Teil dazu bei, dass ich während des Fluges sicher nur drei Stunden geschlafen habe. Die Ankunft lief reibungslos und wir kamen relativ zügig vom Flughafen runter. Dort wurde wir schließlich von Minibussen abgeholt und in ein näheres Hotel gefahren. Ich muss zugeben, dass ich doch sehr froh war, gefahren zu werden, da für mich der Verkehr sehr chaotisch aussah und von allen möglichen und unmöglichen Seite der Bus überholt wurde. Als allgemeines Überholsignal, wie sich nach einiger Zeit herausgestellt hat, hat sich hier wohl ein kurzes Hupen durchgesetzt.

Das Hotel, in dem wir residieren dürfen, ist sehr schön. Alle Zimmer, die wir jeweils zu zweit bewohnen sind mit Klimaanlagen ausgestattet und bieten auch den üblichen Schnickschnack, den man in einem drei bis vier Sterne Hotel in Deutschland finden kann. Nach einer freundlichen Begrüßung von Verantwortlichen des Programmes habe ich mich dann doch schnell ins Bett gelegt, um den Zeitunterschied von gut sechs Stunden zu verarbeiten.

Bevor schließlich um 9:00 Uhr das uns schon vorher mitgeteilte durchstrukturierte Programm begann, gab es erst einmal das Frühstück in Form eines größeren Buffets. Hier erwartete mich ein bunte Mischung aus amerikanischen und philippinischen Frühstück. Auf der einen Seite gab es Pancakes, Waffeln, Toast und Bohnen, auf der anderen Seite gab es aber auch Reis, Nudeln, Fisch, überbackende Kartoffeln und Bananen garniert mit Puderzucker. Daneben fand man auch frisches Obst wie Ananas und Melone. Von dem Wunsch nach Vollkornbrot und Laugengebäck habe ich mich natürlich schon vor dem Flug verabschiedet, da man dieses hier sicher nicht bekommen soll. Der Vormittag war dann zahlreichen Formularen gewidmet. Wir bekamen eine Simkarte – ein Cent kostet die SMS im Inland – und ließen Photos in der nahe gelegenen Mall machen. Wenn einem bis hier die krassen Gegensätze von Arm und Reich noch nicht aufgefallen ist, wurde es hier meiner Meinung nach einem umso deutlicher bewusst. Auf der kaputten Straße kommen plötzlich einige kleine Kinder in kaputter Kleidung und ohne Schuhe auf mich zugerannt und betteln um ein bisschen Geld. Vor der Mall bzw. eigentlich vor jedem größeren Geschäft oder Hotel steht im Gegensatz Security und kontrolliert die kommenden Besucher, bevor sie die Möglichkeit bekommen, eintreten zu dürfen. Die Preise, die uns allen sehr niedrig vorkommen, werden sich die draußenstehenden trotzdem nicht bzw. nur schwer leisten können. Ich tue mich bis jetzt noch schwer, diese armen Kinder abzuweisen, obwohl ich ja weiß, dass dieses Geld nicht wirklich aus der Situation an sich helfen wird. Am Abend sind ich und ein Teil der Gruppe noch ein bisschen spazieren gegangen, um die Umgebung unseres Hotels zu erkunden. Neben vielen kleinen schönen Parks sind wir auch auf die Manila Bay gestoßen, wo man sich durch eine leichte Briese vom Smog und der Hitze erholen konnte.

Am Samstag stand auf dem Plan das gemeinsame Besuchen von “Intramuros”, die innerhalb der ehemaligen Stadtmauer gelegenen Altstadt, das noch wesentlich von spanischen Elementen geprägt ist. Teile der Stadt, die nicht im zweiten Weltkrieg zerstört worden sind, werden teilweise renoviert, stehen dann jedoch wiederum neben runtergekommenden und ärmlichen Häusern. Gerade mit diesen Gegensätzen komme ich nur schwer klar.

JeepneyBerichtenswert war wieder der Sonntag, an dem wir kein Programm hatten. Erkundet haben wir den Ocean Park, Rizal Park und das National Museum. Heute bekam ich dann auch gleich einmal die Chance, zum ersten Mal mit einem Jeepney zufahren. Die Jeepneys, buntbemalte Kleibusse mit bis zu 14 Sitzen, sind hier ein beliebtes und billiges Fortbewegungsmittel. Trotzdem wurden wir schon ein bisschen über das Ohr gehauen, wie wir auf der viel billigeren Rückfahrt feststellen durften, auf der wir ein Viertel weniger bezahlt haben. Der Oceanparkt zeigt die Unterwasserbewohner vor, die rund um die Insel oder in den nage gelegnen Gewässern zu finden sein sollen. Weniger Einheimische sondern eher aus China und Japan kommende Touristen besuchten den an dem Tag sehr vollen Park. Die Preise waren auch mit 400 Pesos (knapp 7 Euro) sehr teuer. Sehr witzig fand ich hier auch den Fakt, dass wir, um endlich zum Ausgang zu kommen, ohne eine Möglichkeit zwangsweise (!) durch unzählige Restaurants und kleinere Shops geleitet worden sind. Der dem Ocean Park fast vorgelagerte Rizal Park mit einer riesigen Statue ist dem Nationalhelden der Philippinen gewidmet und würde, wenn die Sonne nicht immer so unbarmherzig scheinen würde, ein sehr schönes Erholungsgebiet in Mitten der Großstadt bieten. Um diesen Park sind dann schließlich noch weitere Parks angelegt, wie der Chinese Garden und das Orchidarium, die natürlich auch noch besucht worden sind.

Das stellte also bisher die Highlights der bisherigen Woche dar. An unseren letzten beiden Tagen erwartet mich nun ein Sprachkurs in Waray-Waray, die lokale Sprache auf Samar, der Insel meines Projektortes.

Ich werde mich bemühen jetzt regelmäßiger zu schreiebn, damit die Artikel nicht ganz so lang werden müssen.

Grüße von den Philippinen

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