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Cebu

Wieder wird es Zeit, von meinem freiwilligen sozialen Jahr auf den Philippinen zu berichten. Es ist schließlich auch so einiges passiert. Da ich aber ein bisschen ins Hintertreffen geraten bin, weniger Text ;-)

Zunächst habt ihr ja sicherlich die Katastrophe in Japan mitbekommen. Meine Organisation hat sich aber bestens um mich gekümmert. Alles hat eigentlich ganz ruhig angefangen. Es war gerade vier Uhr nachmittags und wie immer war die Temperatur sehr drückend. Auf der Arbeit war nicht mehr viel los und die meisten dachten wohl schon daran, nach Hause zu gehen. Auch ich beschloss deshalb schon früher die Tür hinter meinem Office zu schließen und mit dem nächsten Tricycle nach Hause zu fahren. Als die Tür hinter mir zufiel, erreichte mich die erste Sms von meinem Security Advisor in Tacloban. Ein Tsunami sei zu erwarten, der auch die Küstenstreifen der Philippinen erreichen wird. Wir sollten auf weitere Nachrichten warten und vor allem Radio und Fernsehen verfolgen. Wenige Sekunden später erreichte eine ähnliche Nachricht wohl die anderen Mitarbeiter in der LGU. Fluchtartig verließen wir alle die Arbeit und fuhren nach Hause, um notfalls uns auf höhere Ebenen zu retten. Zu Hause angekommen, waren die Straßen wie leergefegt. Alle saßen vor Radio oder Fernseher und warteten auf genauere Informationen. Wie wir schon auf unserem Ankunftsseminar erfahren haben, ist es immer das Wichtigste, zunächst einmal Ruhe zu bewahren. Ich packte mir ein paar Sachen zusammen, schrieb mit ein paar Freunden Kurznachrichten und wartete dann genauso auf mehr Informationen. Mich erreichte den ganzen Tag über eine ganze Flut von Kurznachrichten: u.a. viel Hysterie, die durch Falschmeldungen noch zusätzliches Feuer bekamen. Letztendlich gab es jedoch Entwarnung und wir mussten uns nicht auf einen sehr nahegelegenen Berg retten. Einige Küstenstreifen waren zwar sehr wohl betroffen, einige Orte wurden tatsächlich evakuiert und Schäden konnte man noch Wochen danach sehen, aber mich hatte keine Welle erreicht. Viel schlimmer war der anhaltende Regen, der fast eine ganze Woche anhielt und für einige Überschwemmungen sorgte (u.a. stand das Haus von Mitvolontären knietief unter Wasser) und den Besuch meines Mentors und der Verantwortlichen des Weltwärts-Programmes erschwerte.

Zum Glück stand genau zu dieser Zeit, die Reise nach Cebu an. Nach meinem TOEFL-Test in Cebu City stand dann noch ein bisschen Reisen in Cebu an. Da ja schon einige Zeit vergangen ist, kann ich schon verraten, dass ich viel mehr als meine für Unibewerbung benötigte Punktzahl erreicht habe. Unter solchen Sicherheitsvorraussetzungen habe ich noch nie einen Test abgelegt. Man musste jedes Mal mit Name und Uhrzeit unterschreiben, wenn man den Prüfungsraum betreten hat.Hosentaschen wurden kontrolliert, damit man auch wirklich nichts in den Prüfungsraum bringt. Schließlich waren dann im Prüfungsraum selbst über jedem noch eine Kamera angebracht.

Nachdem die Arbeit aber dann erledigt war, konnte es ans Vergnügen gehen. Zunächst schaute ich mich noch ein bisschen in Cebu um, wobei es laut meinem “Lonley Planet Philippines” nicht wirklich viel zu sehen gab. Den Reiseführer hab ich mir übrigens aus Deutschland von meinen Eltern zuschicken lassen. Selbst die wohl größte philippinische Büchergeschäftskette, wollte nicht zu meinem Ort liefern.


Magellans Kreuz

Basilica Minore del Santo Nino

Kathedrale von Cebu City

Innenansicht des Fort San Pedro

Ausblick vom Taoisten Tempel über das Millionärsviertel von Berverly Hills nach Cebu City

Ein rießiger Drache auf dem Gelände des Taoisten Tempels



Im Butterfly Sanctuary. Einer der größten lebenden Schmetterlinge auf den Philippinen

Das Capitol, welches dem in Washington nachempfunden wurde.

Von Cebu City ging es zunächst dann in den Norden von Cebu. Mein genaues Ziel war Bantayan Island. Die Insel ist wirklich ein Traum gewesen. Die Menschen waren nett und der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen.

Zunächst ging es aber erst mal eine fünfstündige Fahrt mit dem Bus:

Nachdem ich dann noch eine Fähre genommen hatte, war ich an meinem finalen Ziel.

Außer an Ostern ist hier (noch) nicht viel los. Den Strandabschnitt habe ich mir mit sechs anderen Leuten geteilt.


Am nächsten Tag habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und habe die Insel ein bisschen erkundet. Hier habe ich noch einen schönen Strandabschnitt entdeckt.
Meine “Gastfamilie” im Ressort

Der Blick vom Wasser auf das Ressort. Der Weg zum Wasser war nicht weit :-P

Mein weiterer Weg sollte dann eigentlich nach Moalboal gehen, weil dort schöne Wasserfälle zu finden sein sollen. Der Weg begann deshalb für mich nun an der Westküste von Cebu runter.


Jackfrucht

Leider habe ich es nur nach Toledo geschafft. Ab dort, erklärte man mir, gäbe es keine direkte Verbindung nach Moalboal und man müsste die Strecke abschnittsweise bewältigen. Leider war schon wirklich spät. Statt in Toledo zu schlafen, bin ich mit meiner Querverbindung wieder nach Cebu zurück, um dort noch einen Tag Kinos und Malls zu genießen.

Dann war die Woche auch schon wieder vorbei und es ging mit dem Flugzeug zurück. Eigentlich müsste ich noch etwas über meinen bestanden Tauchkurs schreiben, aber das kommt im nächsten Blog ;-)

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