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Cebu

Wieder wird es Zeit, von meinem freiwilligen sozialen Jahr auf den Philippinen zu berichten. Es ist schließlich auch so einiges passiert. Da ich aber ein bisschen ins Hintertreffen geraten bin, weniger Text ;-)

Zunächst habt ihr ja sicherlich die Katastrophe in Japan mitbekommen. Meine Organisation hat sich aber bestens um mich gekümmert. Alles hat eigentlich ganz ruhig angefangen. Es war gerade vier Uhr nachmittags und wie immer war die Temperatur sehr drückend. Auf der Arbeit war nicht mehr viel los und die meisten dachten wohl schon daran, nach Hause zu gehen. Auch ich beschloss deshalb schon früher die Tür hinter meinem Office zu schließen und mit dem nächsten Tricycle nach Hause zu fahren. Als die Tür hinter mir zufiel, erreichte mich die erste Sms von meinem Security Advisor in Tacloban. Ein Tsunami sei zu erwarten, der auch die Küstenstreifen der Philippinen erreichen wird. Wir sollten auf weitere Nachrichten warten und vor allem Radio und Fernsehen verfolgen. Wenige Sekunden später erreichte eine ähnliche Nachricht wohl die anderen Mitarbeiter in der LGU. Fluchtartig verließen wir alle die Arbeit und fuhren nach Hause, um notfalls uns auf höhere Ebenen zu retten. Zu Hause angekommen, waren die Straßen wie leergefegt. Alle saßen vor Radio oder Fernseher und warteten auf genauere Informationen. Wie wir schon auf unserem Ankunftsseminar erfahren haben, ist es immer das Wichtigste, zunächst einmal Ruhe zu bewahren. Ich packte mir ein paar Sachen zusammen, schrieb mit ein paar Freunden Kurznachrichten und wartete dann genauso auf mehr Informationen. Mich erreichte den ganzen Tag über eine ganze Flut von Kurznachrichten: u.a. viel Hysterie, die durch Falschmeldungen noch zusätzliches Feuer bekamen. Letztendlich gab es jedoch Entwarnung und wir mussten uns nicht auf einen sehr nahegelegenen Berg retten. Einige Küstenstreifen waren zwar sehr wohl betroffen, einige Orte wurden tatsächlich evakuiert und Schäden konnte man noch Wochen danach sehen, aber mich hatte keine Welle erreicht. Viel schlimmer war der anhaltende Regen, der fast eine ganze Woche anhielt und für einige Überschwemmungen sorgte (u.a. stand das Haus von Mitvolontären knietief unter Wasser) und den Besuch meines Mentors und der Verantwortlichen des Weltwärts-Programmes erschwerte.

Zum Glück stand genau zu dieser Zeit, die Reise nach Cebu an. Nach meinem TOEFL-Test in Cebu City stand dann noch ein bisschen Reisen in Cebu an. Da ja schon einige Zeit vergangen ist, kann ich schon verraten, dass ich viel mehr als meine für Unibewerbung benötigte Punktzahl erreicht habe. Unter solchen Sicherheitsvorraussetzungen habe ich noch nie einen Test abgelegt. Man musste jedes Mal mit Name und Uhrzeit unterschreiben, wenn man den Prüfungsraum betreten hat.Hosentaschen wurden kontrolliert, damit man auch wirklich nichts in den Prüfungsraum bringt. Schließlich waren dann im Prüfungsraum selbst über jedem noch eine Kamera angebracht.

Nachdem die Arbeit aber dann erledigt war, konnte es ans Vergnügen gehen. Zunächst schaute ich mich noch ein bisschen in Cebu um, wobei es laut meinem “Lonley Planet Philippines” nicht wirklich viel zu sehen gab. Den Reiseführer hab ich mir übrigens aus Deutschland von meinen Eltern zuschicken lassen. Selbst die wohl größte philippinische Büchergeschäftskette, wollte nicht zu meinem Ort liefern.


Magellans Kreuz

Basilica Minore del Santo Nino

Kathedrale von Cebu City

Innenansicht des Fort San Pedro

Ausblick vom Taoisten Tempel über das Millionärsviertel von Berverly Hills nach Cebu City

Ein rießiger Drache auf dem Gelände des Taoisten Tempels



Im Butterfly Sanctuary. Einer der größten lebenden Schmetterlinge auf den Philippinen

Das Capitol, welches dem in Washington nachempfunden wurde.

Von Cebu City ging es zunächst dann in den Norden von Cebu. Mein genaues Ziel war Bantayan Island. Die Insel ist wirklich ein Traum gewesen. Die Menschen waren nett und der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen.

Zunächst ging es aber erst mal eine fünfstündige Fahrt mit dem Bus:

Nachdem ich dann noch eine Fähre genommen hatte, war ich an meinem finalen Ziel.

Außer an Ostern ist hier (noch) nicht viel los. Den Strandabschnitt habe ich mir mit sechs anderen Leuten geteilt.


Am nächsten Tag habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und habe die Insel ein bisschen erkundet. Hier habe ich noch einen schönen Strandabschnitt entdeckt.
Meine “Gastfamilie” im Ressort

Der Blick vom Wasser auf das Ressort. Der Weg zum Wasser war nicht weit :-P

Mein weiterer Weg sollte dann eigentlich nach Moalboal gehen, weil dort schöne Wasserfälle zu finden sein sollen. Der Weg begann deshalb für mich nun an der Westküste von Cebu runter.


Jackfrucht

Leider habe ich es nur nach Toledo geschafft. Ab dort, erklärte man mir, gäbe es keine direkte Verbindung nach Moalboal und man müsste die Strecke abschnittsweise bewältigen. Leider war schon wirklich spät. Statt in Toledo zu schlafen, bin ich mit meiner Querverbindung wieder nach Cebu zurück, um dort noch einen Tag Kinos und Malls zu genießen.

Dann war die Woche auch schon wieder vorbei und es ging mit dem Flugzeug zurück. Eigentlich müsste ich noch etwas über meinen bestanden Tauchkurs schreiben, aber das kommt im nächsten Blog ;-)

Endlich mal eine Reise

Ich habe gerade das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Tolle und schöne Ereignisse fliegen an einem nur so vorbei und geraten schon bei mir in Vergessenheit bevor ich sie hier überhaupt erst niederschreiben kann. Schade ist es, dass jetzt schon über die Hälfte meines freiwilligen sozialen Jahres vorbei ist.

Wir hatten zum Beispiel wieder einmal eine schöne LGU-Party gehabt und an einem Tag hat der Großteil der LGU sogar einen gemeinsamen Ausflug zum Zwecke der Observation in das zu Quinapondan gehörenden Marine Protected Area gemacht.

Von was kann ich noch so berichten?
Ich bin in meinem Projekt ein kleines Stück vorangekommen. Die Website liegt endlich auf einen philippinischen Webserver. Gemeinsam mit meinem Counterpart bin ich zu diesem Zwecke nach Tacloban zu der vom Staat unterstützten Firma evis.net gefahren, die für gerade mal umgerechnet circa 1,50 Euro pro Monat die Seite hosten werden. Zugegebenermaßen ist bei diesem Preis die Anbindung nicht gerade die beste, aber man kann hier bar bezahlen und kleinere Hilfestellungen sind für die LGU auch nach meiner Abreise im August zu erwarten. Einziges Problem ist die schon vor meiner Ankunft existierende Domain. Hier sind leider die Besitzverhältnisse noch nicht geklärt, andernfalls hätte ich heute schon hier die Domain veröffentlichen können. (Deswegen bin ich übrigens auch heute in Tacloban. Im Auftrag der LGU soll ich eine neue Domain beantragen. Um die alte kann man sich später noch kümmern.)


In der Nähe war auch das „Leyte Landing Memorial“, das ich noch schnell mit meinem Counterpart besucht habe. Nachdem die ehemalige Kolonialmacht Amerika von den Japanern vertrieben wurde, kam allen voran MacArthur an dieser Stelle am 20. Oktober 1944 mit einer großen Streitmacht zurück und begann die Rückeroberung der Philippinen.

Interessant war vor allem das vorletzte Wochenende mit der Reise durch Nordsamar. Durch einen auf Freitag gefallenen Ferientag hatte ich praktischerweise ein verlängertes Wochenende. Zusammen mit den Volontären aus Borongan ging es auf eine fünf Tage andauernde Reise.

Alles begann doch sehr hektisch für mich, obwohl ich wirklich früh für meine Verhältnisse aufgestanden bin. Trotz dieser Tatsache musste ich in meiner Heimatgemeinde über drei Stunden auf einen Van mit freien Plätzen warten. Dementsprechend verschob sich auch alles mit der Abfahrt in Borongan. Als ich dann endlich einen Van bekommen hatte, saß ich für die zwei Stunden andauernde Fahrt eingequetscht mit einer Popacke auf Zeitungen mit der anderen in der Luft. Gerade die Strecke Guiuan – Borongan ist zudem nicht gerade bekannt für sehr gute Straßen. Oft fehlt der Straßenbelag und Schlaglöcher lassen einen im Van hin- und herhüpfen. Meine Tasche voll großer leerer Mehrwegflaschen für eine Mitvolontärin fällt mir immer wieder entgegen. Durch die Verspätungen hatten wir also schon vorletzten Bus verpasst und ich kam auch mit der Abfahrtzeit des letzten Vans erst in Borongan an. Ich schnappe mir schnurstracks in Motorcycle und lasse mich zum nahen Busterminal fahren immer mit mir schleppend mein großen Rucksack und die Flaschen. Leider war der Bus schon abgefahren. Durch ein kurzes Telefongespräch – der Akku von meinem Billighandy musste natürlich in dem Moment auch noch seinen Geist aufgeben – erfuhr ich dann, dass der Bus an der Mall von Borongan nur einen kurzen Augenblick auf mich warten kann. Schnell rannte ich mit meinem Gepäck zum nächsten Motorcycle, das mich in Windeseile gegen einen kleinen Extralohn zur Mall brachte. Den Bus habe ich dann gerade noch so erwischt. Den Haufen Flaschen aber habe ich umsonst hinter mich hergezogen, weil die Volontärin, die sie brauchte, gar nicht dabei war. Erschöpft aber glücklich konnte die Reise nun endlich losgehen.




Erste Zwischenstation war Catbalogan. Da wir zunächst ordentlich an Weg zurücklegen wollten, ging es aber sogleich auch mit dem nächsten Bus weiter nach Calbayog, die im Gegensatz zu Catbalogan meinem Empfinden nach größere Stadt war erheblich ansehnlicher. Eigentlich sind wir wegen einer im Reiseführer beschriebenen Bootsfahrt hergekommen. Leider war ein Boot nicht auffindbar und der ständige Regen vermieste den Tag noch mehr. Stattdessen hielten wir uns nach einer Nacht in einem super Hotel sogar mit warmer Dusche in einem schönen Cafe am nächsten Tag auf. Die Stadt selbst wollten wir genauer auf der Rückfahrt erkunden.


Mit einem Jeepney ging es dann am nächsten Tag nach Catamarn. Direkt warum, weiß ich gar nicht, aber die Stadt hat mir nicht gefallen. Es gab wenig zu sehen und der immer wieder aufkommende Regen vermieste mal wieder die Stimmung ein bisschen. Wegen dem Regen beschlossen wir ein Ausflugziel von unsere Insel zu streichen: Biri Island, die wegen der schönen Natur und Gesteinsformen im Reiseführer verzeichnet wurde. Einziges Highlight war der Markt. Ein großes Angebot hätte ich gerne in Quinapondan.


Nicht wirklich ausgeruht – Ratten tobten in unserem Zimmern -, ging es am nächsten Morgen in eine zweistündig entfernte kleine Hafenstadt, in der Boote nach Dalupiri Island ablegten. Angekommen versuchte man uns erst mal wieder mit überteuerten Specialtrips übers Ohr zu hauen. Einerseits verstehe ich es, die Bootsfahrer wollen auch etwas verdienen, aber auf Dauer nervt mich das anderseits schon. Die Insel war sehr schön, beinahe malerisch, und wir konnten uns zusammen für gerade mal 16 Euro pro Tag in einem super Beach Ressort einquartieren, das wir noch vom Boot aus gesehen haben.


Nach einer ruhigen Nacht, erkundeten wir mit Motorrollern die Insel. Es ging einmal um die ganze Insel mit Zwischenstopps bei einer kleinen Höhle, Fish Sanctuary und der High School, auf die man wohl besonders stolz war.




Der Regen machte leider das Schnorcheln im Fish Sanctuary zunichte. Am nächsten Tag ging es dann wieder an den Rückweg. Eine Nacht verbrachten wir noch in Calbayog. In einer kleinen Eatery tranken wir ein bisschen, lernten andere Leute kennen und sangen Karaoke.


Am Dienstag kam ich dann wieder über Catbalogan in Tacloban an.


Dort traf ich wie vereinbart meinen Vorgänger im Projekt. Tatsächlich hat es meinen Vorgänger nach nur einem halben Jahr wieder auf die Philippinen verschlagen. Eine Woche verbrachte er bei mir zu Hause in Quinapondan. Das hieß auch für mich viel Rumreisen, seine alten Freunde besuchen, viel Karaoke singen und seine Lieblingsinsel aufsuchen.

Letzte Woche wurden auch alle LGU Mitglieder zur Anwesendheit bei einer Totenmesse verpflichtet. Ein ehemalige Sangguniang Bayan Member war gestorben. Aus diesem Grund stiftete die LGU neben der privaten Messe eine zusätzlich zweite. Zunächst ging es in einer langen Prozession von Autos, Trucks, Jeeps und Motorcycles vom Haus des Verstorbenen in einem nahen Barangay nach Quinapondan direkt zum Rathaus. Hier bahrte man den Sarg in der vorbereiteten LGU Vorhalle auf. Anschließend hielt der örtlicher Priester, der übrigens schon ein guter Freund von mir geworden ist, weil wir unsere Bücher austauschen, die Messe in der lokalen Sprache Waray. Ich nahm daran natürlich teil, verstand jedoch leider nur so wenig und hielt mich deswegen an die Reaktionen der anderen Teilnehmer.

Wie schon in der Einleitung geschrieben, stand auch das Bergfest an. Die Hälfte des Jahres liegt nun hinter mir. Diese Gelegenheit verbanden wir mit dem Geburtstag eines Volontäres. Da das Geschehen doch hier dann den Rahmen sprengen würde, verweise ich auf seinen eigenen Blogbeitrag.

Spannende Erlebnisse werden auch in den nächsten Wochen für mich hoffentlich nicht abreissen. In zwei Wochen werde ich endlich meinen Tauchschein in Südleyte machen und in drei Wochen ist das Herumreisen in Gegend rund um Cebu geplant, nachdem ich dort meinen für die Uni notwendigen Englischtest endlich abgelegt habe.

Gerade der Englischtest wird mich sicherlich noch die verbleibende Zeit bis dahin schwer in Anspruch nehmen. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich es in der verbleibenden Zeit schaffen werde.

Viele Grüße und holt euch keinen Sonnenbrand in Deutschland ;-)

Pascal

Da ich schließlich offiziell unter der Woche arbeiten soll, was mich trotzdem nicht abhält auch mal unter der Woche nach Tacloban zu fahren, müssen die Wochenenden für größere Freizeitaktivitäten herhalten.

Vorletztes Wochenende ging es nach Borongan. Zu dem Zeitpunkt hatte ich seit mehr als einem Monat keinen anderen Volontär mehr gesehen und war deshalb umso mehr aufgeregt. Auf dem Programm standen Schwimmen und Surfen. Das Wetter war leider am ersten Tag nicht wirklich optimal und die Wellen sehr rau, so dass wir uns nicht sehr lange an einem Beachresort aufhielten, was zudem erhebliche Schäden durch die letzte Überschwemmung hatte. Wir gingen stattdessen zu einem anderen schwarzen Sandstrand, wenige Minuten vom Volontärhaus entfernt. Leider kümmert man sich meiner Meinung nach viel zu wenig um den Strand, der eigentlich hervorragend für Touristen geeignet wäre. Es liegt viel Müll rum und Unkraut wächst an der Seepromenade. Den Abend ließen wir nach einer einer kalten Dusche nichtsdestotrotz an der Promenade ausklingen.

Frühmorgens ging es dann am nächsten Tag ein weiteres Mal zum Strand. Ich nahm mit den anderen Volontären bei einem Amerikaner, der die meiste Zeit des Jahres auf den Philippinen lebt, Surfunterricht, nachdem ein Teil der anderen schon gute Erfahrungen mit ihm gemacht hatte. Für insgesamt fünf Boards und seine Hilfe bezahlten wir gerade mal 18 Euro. Im Nachhinein muss ich wirklich zugeben, dass das Surfen süchtig macht. Obwohl ich es nur für wenige Sekunden geschafft habe kurzzeitig zu stehen, will man es immer wieder versuchen.

Letztes Wochenende ging es in ein kleines Küstenbarangay von Salcedo. Zunächst nur zum Schwimmern am Nachmittag verabredet, weitete es sich über die Nacht bis zum nächsten Tag aus. Auf dem Dach eines Jeepneys ging es über Salcedo zu unserem Ziel nach Asgad. Bestand die Straße auf der ersten Strecke noch weitgehend aus Beton mit Schlaglöchern, war die zweite hüglige Wegstrecke hingegen nur noch schmaler festgefahrener Sandweg, auf dem sich der Jeepney seinen Weg durchkämpfte.

Ich erfuhr bei der Ankunft, dass ich dann nicht nur zum Schwimmern eingeladen war, sondern auch zu einem Death Anniversary eines Verwandten. Auf den Philippinen ehrt man den Verstorbenen mindestens neun Jahre lang an seinem Todestag mit einem Fest, wo ein Großteil der Familie zu einem Festessen zusammen kommt. In Asgad wohnen, so erzählten man mir, zum Urlaubmachen viele Ausländer, u.a. auch ein Deutsche.



Nachdem die Sonne nicht mehr wie verrückt schien, ging es jedoch erst einmal zum Strand.




Fischer jagten hier mit Speeren und Netzen auch Fische. Später landeten die dann bei uns gleich auf dem Teller.

Leider kam dann doch noch Regen auf. Während es also regnete, schwammen wir mehr als eine Stunde im einigermaßen warmen Meer.

Zurück bei der Familie wurde dann gemeinsam nach einem längeren Gebet in Erinnerung an den Verstorbenen gegessen. Nachdem dann auch jeder sein Karaokelied gesungen hat und wir noch einmal einen kleinen Abstecher zum Meer gemacht haben, weil hier die einzige Stelle im Dorf ist, die ein Handysignal hat, ging es auch schon früh ins Bett, da wir schon um fünf Uhr morgens einen der wenigen Jeepneys zurück erwischen mussten.


Nächstes Wochenende wollen ich und ein paar Volontäre auf einer einsamen Insel übernachten. Hoffentlich bleibt das Wetter gut ;-)

Bilder

Texte schreiben ist immer so aufwendig. Da auch die Woche so kurz war und nicht viel passiert ist, diesmal ein paar Bilder. Diese Woche hatte befreundete Lehrer, die in meinem Alter sind(!), ihre finalen unter Aufsicht stehenden Unterrichtsstunden, bevor es noch einmal für kurze Zeit zurück zur Uni nach Salcedo geht. Ich hänge unter der Woche viel mit den rum. Deswegen durfte ich bei den wichtigen Unterrichtsstunden als moralischer Support natürlich auch nicht fehlen.

Nachdem das dann überstanden war, wurde dann auch ein bisschen gefeiert.
Auf dem folgenden Bild bereiten wir gerade Pancit vor. Außerdem gab es Reis, Kasawa und Hähnchen.

Da ich immer in der Elementary School rumhänge, wurde ich nach kurzer Zeit schon von den meisten Kindern “Sir” angeredet, was die übliche Anrede für Lehrer dort ist. Mir hat das nicht so wirklich gefallen. Meine kleine Freundin Euva, das Mädchen auf dem unterstehenden Bild, nennt mich deswegen “Kua” (großer Bruder).

Ekliger Moment und mehr

Da ich mehr schreiben soll, hier zunächst mal eine Beschreibung einer kleinen Odyssee, die ich persönlich so eklig fand, das ich sie hier gar nicht erst veröffentlichen wollte. Wahrscheinlich total unpassend und uninteressant. Warum bin ich eigentlich auf den Philippinen? Aber zumindest mache ich Erfahrungen bezüglich meiner ersten eigenen Wohnung.

Seit zwei Tagen hielt sich ein erst kaum merkbarer aber zunehmend grausamer werdender Geruch im Haus. Die Ausrede, es komme von einem anderen Haus, galt nach einem Tag leider auch nicht mehr. Am Anfang des zweiten Tag war es dann nicht mehr ertragbar und ich beschloss endlich(!) den Mief aus meinem Haus zu bekommen. Als erstes versuchte ich den Ursprung des Geruches weiter einzugrenzen und genauer zu lokalisieren. Nach kurzer Zeit war der Ursprungsort auch schon gefunden. Der Türbogen nach Eingang und Treppen verströmte den penetranten Geruch im ganzen Haus. Der Bogen war dabei ein einfaches Holzkonstrukt, das mit dünnen Spanplatten verdeckt Innen hohl war. Ich stand also an dem besagten Samstagvormittag auf einer Leiter, nur mit einem Meisel und einem Hammer bewaffnet und machte mich daran die Spanplatte von seiner Befestigung zu befreien. Der Gestank wurde immer scheußlicher. Alle Fenster standen offen. Kleine Zuschauer standen schon um das Haus herum. Was macht der Hellheutige nur da? Ich klopfe und hämmere langsam an der Verkleidung rum. Und siehe da. Die ersten Nägel lösen sich mit Widerwillen. Getrocknetes Gras und Erde rieseln mir entgegen. Der Geruch wird zu allem Übel noch schlimmer. Ich kratze langsam also den ganzen Mist mit der einen Hand aus dem Hohlraum und fange mit der anderen es in einer Plastiktüte auf. Die Nägel sind inzwischen soweit lose, dass ich die Spanplatte mehr hochheben kann. Ein Teil einer ehmalig vermutlichen Kette landet in meiner Tüte. Es klemmt etwas und ich ziehe und drücke wie verrückt. Zu spät merke ich, dass etwas langes, dunkles mir entgegenpendelt. Es macht pflatsch… Vor meinen Füßen liegt eine halb verweste Ratte. Damit gesellte sich zu zwei toten Mäusen und einer ungeheuer großen Kröte in den letzten zwei Monaten nun auch noch eine Ratte, die unbedingt in meinem Haus ihre letzten Momente verbringen wollten bevor sie ihren letzten Atemhauch ausgehaucht haben. Wenigstens ist jetzt der brutale Gestank weg :-)

Was gibt es noch zu berichten?

Von der einen Katastrophe zur nächsten? Die Regenzeit hält immer noch an, wobei die Sonne sich aber immer häufiger zeigt und einem zum Schwitzen bringt. Ich habe Fotos von einer zweiten „kleineren“ Überflutung während der letzten Woche von meinem Counterpart, mit dem ich die Stelle während der Arbeit besucht habe, bekommen, die ich natürlich euch nicht vorenthalten will. Wohl angemerkt sei hier, dass das Geschehen nur drei Gehminuten im benachbarten Barangay passiert ist.




Die Website ist nun auch offiziell abgesegnet worden. Bevor dem offiziellen Beginn der LGU-Party am letzten Freitag durfte ich vor der komplett versammelter Mannschaft mehr als eine halbe Stunde lang meine Arbeit präsentieren. Die Mitarbeiter machten sogar noch einige Vorschläge, die zusammen mit Aktualisierungen von Daten in den nächsten Wochen in Angriff genommen und umgesetzt werden. Ziel ist es, in drei Wochen die Seite auf einen Webserver laden zu können. Mal schauen, ob das klappt! Der Switch, ein Teil der zweiten Aufgabe während meines Jahres in Quinapondan, ist jetzt bei der Reparatur in Tacloben und kann hoffentlich bald zum Einsatz kommen, so dass das Netzwerk samt Server auch in absehbarer Zeit einsatzfähig sein sollte.

Der Verbleib meines bestellten Reiseführers ist immer noch unklar. Wie eigentlich versprochen, hat sich immer noch keiner bei mir per SMS gemeldet. Ich werde heute zum dritten Mal nachfragen, was denn los sei. Mein mitgebrachter Reisführer ist einfach zu dünn, dass ich mich noch weiter in die Weiten der Philippinen trauen will.

Wie immer viele Grüße von den Philippinen

Pascal

Man sagt mir immer, ich solle doch mehr auf meinem Blog über das Jahr auf den Philippinen schreiben. Vieles ist für mich so alltäglich geworden, dass es mir schwer fällt, hier viel zu schreiben oder es mir zu langweilig für andere erscheint. Was ist also in den letzten beiden Wochen passiert?

Man kann aber auch wirklich sagen, dass auf der einen Seite nicht viel passiert. Unter der Woche sitze ich in meinem Office. Computer müssen nur manchmal repariert werden. Ein beliebtes Problem ist, dass der Bildschirm sich verweigert zu starten und im Ruhestand bleibt oder irgendwelche fehlenden Systemdateien das Booten verhindern. Dann wird eben schnell der RAM gewechselt oder mit einer Windows-CD das System repariert. Alles keine große Schwierigkeit. Meine weiteren Projekte laufen zähflüssig voran, aber ich habe noch ein ein bisschen mehr als sechs Monate Zeit dafür.

Zur Mittagszeit, kurz bevor ich in meine Stammeatery gehe, kommen mich regelmäßig die Kinder aus der nahe gelegenen Elementary School besuchen und versuchen mit mir lustigerweise Warray zu reden. Dementsprechend bin ich mir auch nicht immer sicher, was ich gerade zugestimmt oder abgelehnt habe. Aber zu lachen haben wir immer etwas. Das ist gerade dann schön, wenn wieder einer dieser hässlichen Schauer auf Quinapondan herabprasselt und es selbst mit Regenschirm einem unmöglich macht, auch nur einen Fuß aus dem Haus zu setzen.

Das Wetter ist hier gerade ein besonderes Thema. Wir befinden uns immer noch in der Regenzeit. Der Himmel ist meistens mit dunklen Wolken verhangen und der Wind sorgt schon fast dafür, dass ich hier beinahe frieren muss. Die immer wieder aufkommenden Regenschauer können unglaublich stark sein. Ein Regenschauer während der letzten Woche war besonders extrem. Die Nacht bis zum frühen morgen hat es in einem durchgeregnet. Als ich dann am Morgen mich auf dem Weg gemacht habe, sind mir beim auf halber Wegstrecke gelegenen Barangay eine Menge Vans und eine Menschentraube aufgefallen. Als ich näher gekommen bin, habe ich beinahe einen Schock bekommen. Die ganze Straße war (schon wieder) überflutet. Das Wasser hätte den wartenden Menschen bis zu den Knien gereicht, hätten sie sich in das Wasser getraut. Ein kleines Boot hatte sogar schon seinen Dienst aufgenommen und brachte die Menschen in kleinen Gruppen zum anderen “Ufer”. Als ich dann glücklich auf der anderen Seite war und Richtung LGU weiterging, erreichte mich dann eine SMS, dass es nicht nötig sei, zu kommen. Also ging es wieder mit dem Boot zurück und ich genoss meinen freien “Regen”Tag zu Hause. Was anderes außer zu Hause den Regen aussitzen, ist auch nicht möglich (Kein Cafe, kein Kino, keine Mall etc.).

Auf der andern Seite fahre ich am Wochenende am liebsten mit Freunden nach Tacloban, wie ich es auch die letzten beiden Wochenenden gemacht habe. Die Mall ist fast schon ein zweites Zuhause neben Quinapondan auf den Philippinen geworden. Die Verkäufer kennen, grüßen mich und meistens kann man mit ihnen ein bisschen reden. Erheblich größer als das Luisencenter in Darmstadt, zentrieren hier sich Fastfood-Ketten wie Jollybee und Shakey’s, Modelabels und ein großer Supermarkt. Tatsächlich gehe ich dann auch etwas hier essen. Theoretisch sechs Tage in der Woche, zweimal am Tag Reis, wenn ich mir nicht Nudeln mit Tomatensauce oder Kartoffeln selbst mache, fordern ihren Tribut. Eine Pizza ist in diesem Fall einfach zu verlockend. Ein weiterer Anlaufpunkt meinerseits ist der National Book Store, die wohl größte Bücherverkaufskette hier. Ich vermisse dennoch schmerzlich Thalia und Buchhabel. In Tacloban wollte ich mir schon vor zwei Wochen ein bestimmtes Buch holen, um endlich ein paar konkrete Reisepläne zu machen. Bis heute warte ich aber immer noch auf die Zusage per SMS, dass es bestellt werden kann. Bei Thalia könnte ich schon am nächsten, spätestens am übernächsten Tag das Buch in der Hand halten. Achja….

Letztes Wochenende war ich wieder auf einer Fiesta in dem benachbarten Barangay Sto Nino. Das ganze Dorf war mit Wimpeln verziert, es gab ein kleines Programm auf dem Plaza, was aus musikalischen und sportlichen Darstellungen bestand, und natürlich das gemeinsame Essen überall. Man wird im Vornherein von Freunden und Arbeitskollegen, die im Dorf wohnen, zum gemeinsamen Essen eingeladen. Dazu bereitet jede Familie eine Unmenge an Essen schon mindestens ein Tag vorher vor. Ich bin mit meinen Freunden aus Quinapondan gegen 11.00 Uhr hingegangen. Alleine sechs Einladungen, die ich bekommen habe, sorgten dann dafür, dass ich weder vor 22 Uhr nach Hause gekommen bin noch die nächsten Tage irgendetwas essen konnte.

Wie schnell die Zeit seit meinem letzten Beitrag schon wieder vergangen ist! Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Rutsch ins neue Jahr. Nun sitze ich in einem Van, halte verzweifelt mein Laptop fest und überlege schnell noch ein paar Zeilen für meinen Blog.

Anfang des Monates stand das obligatorische Zwischenseminar in Cebu an. Von Tacloban ging es mit einem Van nach Ormoc, eine Hafenstadt im Westen von Lyte. Hier verabredete ich mich und ein paar Volontäre aus Borongan zwei Tage vorher abends mit der ansässigen Entwicklungshelferin, welche die lokalen Mitarbeiter beim Aufbau einer modernen Mülldeponie unterstützt. Wir verbrachten mit ihr und ihrem Mann den Abend und schliefen anschließend bei ihnen zu Hause. Zum ersten Mal seit August 2010 durfte ich ich eine warme Dusche und am nächsten Morgen einen richtigen Kaffee genießen, was ein großartiges Gefühl war. Gerade an diesem Punkt ist es mir einmal wieder verstärkt ins Bewusstsein getreten, wie gut ich es in Deutschland habe. Nichtsdestotrotz ging es am nächsten Morgen mit der etwa einstündig dauernden Fähre nach Cebu.



Den Rest des Tages hielten wir uns in einer der riesigen Malls auf. Nach langer Zeit konnte hier zum Beispiel mal wieder eine richtige Laugenbrezel genießen, die himmlisch gut geschmeckt hat. Einen recht interessanten Schlafplatz fanden wir mit dem Hotel Sugbutel.Im Stile einer Jugendherberge bietet das moderne Hotel an, mit zig anderen Menschen ein einem offenen Stockwerk zu schlafen. Das war eine interessante und kostengünstige Erfahrung, die ich aber nicht noch einmal wiederholen möchte. Bevor es dann am nächsten Tag zum Seminar ging, verbrachten wir den Abend noch im Zentrum von Cebu. Leider sind hier sehr extrem die vielen überwiegend alten Ausländer aufgefallen, die mit jungen hübschen Philippinerinnen im Arm gelaufen sind, aufgefallen.

In einer mehr als netten Umgebung hatte ich mit den anderen fünfzig Volontären (Samar, Negros und Manila) in dem ein bisschen außerhalb von Cebu liegenden Ressort dann ein straff durchorganisiertes Programm. Das Ressort war dabei mehr als super. Es gab zwei Pools, warme Duschen, WIFI, große Betten mit echten Decken und natürlich Aircon, was die Zimmer auf eisige Temperaturen runterkühlte. Ziel des Seminars war vor allem der gemeinsame Erfahrungsaustausch untereinander. Man gab uns zum Beispiel Fragen über Kulturschock, allgemeine Probleme etc. Auch wollte man uns eine Plattform zu Diskussionen in den einzelnen Ressorts (IT, Umwelt, Kinder etc.) geben. Leider wurde mein Themengebiet IT von Samar abgedeckt, so dass man mit den gleichen Leuten über die Probleme innerhalb des Projektes gesprochen hat wie man es sonst auch in der Freizeit tut. Neben der Aufbereitung der vergangenen Monate bekamen wir auch die Möglichkeit einen Einblick innerhalb der Arbeit meiner Partnerorganisation zu bekommen. Wir konnten eins von zwei Projekten besuchen (Showroom einer Firma, dessen Berufskammer beim Marketing unterstützt wird, oder ein Kinderheim) und durften einer rhetorisch gut gelungenen Präsentation über neuartiges zur Evaluierung von Hilfsprojekten genutztem Blueprint in der Entwicklungshilfe zuhören. Die frühen Abende wurden jeweils von den einzelnen Gruppen (Samar, Negros und Manila) organisiert. Dennoch setzten wir uns danach noch weiter bei kühlen Getränken zusammen und redeten über das schon bisher Erlebte.

Der Rest des Dezembers war mit Weihnachtsfeiern, einer Hochzeitstagsfeier und einer Todestagsfeier verplant, zu denen ich eingeladen wurde. Meistens laufen sie immer nach dem gleichen Prinzip ab. Auf dem Plaza bzw. Basketballplatz des Dorfes wird eine große Plane aufgespannt, drumherum werden Tische und Stühle aufgestellt und in der Nähe eine Soundanlage platziert. Man isst erst zusammen, dann bekommt man Wodka und Bier auf den Tisch gestellt und tanzt schließlich wird ChaCha oder auch Aminodo bis zum nächsten Morgen.

Ich war auch zu einer Weihnachtsfeier einer Grundschulklasse von Quinapondan eingeladen:

Der aufmerksame Leser wird sich natürlich nun langsam fragen, was das Bisherige eigentlich mit der Überschrift des Blogbeitrages zu tun hat. Gar nichts. Zu diesem Teil komme ich jetzt. Am 20. Dezember, einem Montag, war mein Geburtstag. Eigentlich wollte ich wegen des auf einen Arbeitstag fallenden Geburtstags im Januar nachfeiern, wenn die anderen übrigen Volontäre auch Zeit haben, letztendlich entschied ich mich dann doch spontan auch an diesem einem Montag mit meinen Freunden hier in Quinapondan zu feiern. Musik, paar kalte Getränke und Essen waren schnell besorgt. Zusätzlich hatte ich mir schon während der vergangenen Monaten überlegt zum Geburtstag ein ganzes Schwein zu kaufen. Natürlich zum Essen. Man nennt es hier „Lechon“ und reicht es speziellen Anlässen. Das beste ist hier die knusprige Außenhaut. Der Transport nach Quinapondan war gar nicht mal so schwierig. Ein Tag vor meinem Geburtstag bestellte ich das Schwein in einem auf Lechon spezialisierten Shop in Tacloban. Ich entschied mich dabei für die kleinste angebotene Größe, die umgerechnet gerade mal 54 Euro kostete. Am nächsten Tag erkaufte ich mir die Unterstützung eines Tricyclefahrers beim Tragen, der mich und das fest verpackte Schwein zu einem Van-Terminal brachte. Ich buchte für mich und das Schwein jeweils einen Sitz im Auto und konnte dann teilweise auf dem Schwein sitzend Richtung Quinapondan fahren. Erst dachte ich, dass es vielleicht ein bisschen unorthodox wäre. Aber jegliche Zweifel verflogen, als ich noch am terminal auf die Abfahrt wartend beobachtete, wie ein Philippino mit einem erheblich größeren Lechon ohne Zögern in einen anderen Van einstieg. Zuhause half eine Freundin dann beim weitern Kochen. Es gab mein Lieblingsessen Lunpia Shanghai, Pancit, Reis, Fleisch und eben das Lechon. Am Abend begann dann schließlich mein Geburtstag.



Wie ich schon im letzten Blogeintrag geschrieben habe, verbrachte ich mit dem Großteil der anderen Volontäre auf einer kleinen Insel in der Nähre von Biliran Island: Higatangan Island, die mit einer Fähre von Naval erreichbar ist. Auf der Insel ist neben dem Beach Ressort nur noch ein kleines aber hübsches Dorf. Letztendlich kam jedoch keine Weihnachtsstimmung auf. An Heiligabend wurden wir von den Besitzern zu einem leckeren Essen inklusive Lechon eingeladen. Nebenbei lief natürlich die Lieblingsmusik von Justin Bieber und Lady Gaga. Ausnahmsweise war der Strom länger angeschaltet gewesen, da dieser sonst wie üblich noch vor Mitternacht abgeschaltet wird. Natürlich wäre es auch im anderen Fall kein Problem gewesen. Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir zu einer Feier der Inselbewohner eingeladen worden. Auf dem Basketballplatz gab neben einer Predigt einer der lokalen Sprache Cebuano, bei der man auch Happy Birthday für Jesus Christis gesungen hat, einen Gesangswettbewerb der Bewohner. Übermüdet ging es am nächsten Tag zurück nach Quinapondan.

Was nehme ich mir für das nächste Jahr vor? Für das nächste Jahr nehme ich mir auf jeden Fall vor, mir mehr von den Philippinen anzuschauen und mehr Fotos zu schießen, die auch ihren Weg auf den Blog finden.

Viele Grüße von den momentan leider total verregneten Philippinen

Pascal

Es wird

Ich habe mich gerade dazu entschieden, noch etwas hier spontan zu schreiben. Im Moment sitze ich in der Mall von Tacloban mit einem kühlen Mango Passionsfruit Smoothie in der Hand. Draußen herrschen trotz immer wieder auftretendem Regen laut wetter.com 31 °C und 65 % Luftfeuchtigkeit. Leider keine Spur von Schnee …

So langsam komme ich mit meiner Arbeit voran. Die Website von Quinapondan ist soweit fertig. Nun muss sie nur noch vom Bürgermeister abgesegnet werden und auf einen Server hochgeladen werden.

Nicht viel? Ich kämpfe an mehreren Fronten! Auch das Netzwerk sollte soweit funktionieren. Unglücklicherweise ist der Switch abgeraucht und muss durch einen neuen ersetzt werden. Serverfunktionen wie automatisch Backup von allen Computern innerhalb des Netzwerkes und Druckerserver sind auch installiert und warten auf ihren Einsatz. Zusätzlich fallen immer mal wieder Computer wegen den verschiedensten Ursachen in den einzelnen Büros aus. Demnächst ich werde ich auch eine Präsentation vor dem Bürgermeister halten, um ihn von den Vorzügen einer schnelleren Internetverbindung über Satellit zu halten. Leider würden durch die Verbindung einmalig ein höherer Betrag und monatliche Kosten entstehen, die immens für die kleine Gemeinde sind. Ich hoffe, dass dieser negativer Punkt nicht die Vorteile überwiegt. Die Verbindung über GRPS ist einfach zu langsam.

Die in einem großen Paket auf die Philippinen geschickten Tennisschläger haben letztens schließlich auch ein neues Zuhause gefunden. Ich habe ich die Tennisschläger dem Präsidenten des in Quinapondan ansässigen Tennisclubs mit der Bitte übergeben, damit vor allem den Kindern die Möglichkeit zu geben, Tennis zu spielen. Mein besonderer Dank geht an Herr Emig, der neben mir und meiner Familie einen Großteil der Tennisschläger zu Verfügung gestellt hat.

Nächste Woche geht es auch schon zum Zwischenseminar nach Cebu. Im Mittelpunkt steht besonders der Erfahrungsaustausch. Ich bin jetzt schon gespannt, was die anderen Freiwilligen von Negros und Manila so von ihren Plätzen erzählen können! Das Hotel ist mega, wenn man sich die Bilder anschaut. Hier geht es zur Seite des Hotels.

Weihnachten feiere ich übrigens auf einer kleinen Insel in einem Beach Ressort mit den anderen Freiwilligen von Eastern Samar zusammen. Das Ressort lässt sich auch hier im Internet finden. Jetzt schon die Vorweihnachtszeit ohne Schnee und Kälte zu erleben, ist ein komisches Gefühl. Wie wird es dann an Weihnachten unter Palmen sein? Ich bin gespannt!

Viele Grüße von den Philippinen

Pascal

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