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Da ich schließlich offiziell unter der Woche arbeiten soll, was mich trotzdem nicht abhält auch mal unter der Woche nach Tacloban zu fahren, müssen die Wochenenden für größere Freizeitaktivitäten herhalten.

Vorletztes Wochenende ging es nach Borongan. Zu dem Zeitpunkt hatte ich seit mehr als einem Monat keinen anderen Volontär mehr gesehen und war deshalb umso mehr aufgeregt. Auf dem Programm standen Schwimmen und Surfen. Das Wetter war leider am ersten Tag nicht wirklich optimal und die Wellen sehr rau, so dass wir uns nicht sehr lange an einem Beachresort aufhielten, was zudem erhebliche Schäden durch die letzte Überschwemmung hatte. Wir gingen stattdessen zu einem anderen schwarzen Sandstrand, wenige Minuten vom Volontärhaus entfernt. Leider kümmert man sich meiner Meinung nach viel zu wenig um den Strand, der eigentlich hervorragend für Touristen geeignet wäre. Es liegt viel Müll rum und Unkraut wächst an der Seepromenade. Den Abend ließen wir nach einer einer kalten Dusche nichtsdestotrotz an der Promenade ausklingen.

Frühmorgens ging es dann am nächsten Tag ein weiteres Mal zum Strand. Ich nahm mit den anderen Volontären bei einem Amerikaner, der die meiste Zeit des Jahres auf den Philippinen lebt, Surfunterricht, nachdem ein Teil der anderen schon gute Erfahrungen mit ihm gemacht hatte. Für insgesamt fünf Boards und seine Hilfe bezahlten wir gerade mal 18 Euro. Im Nachhinein muss ich wirklich zugeben, dass das Surfen süchtig macht. Obwohl ich es nur für wenige Sekunden geschafft habe kurzzeitig zu stehen, will man es immer wieder versuchen.

Letztes Wochenende ging es in ein kleines Küstenbarangay von Salcedo. Zunächst nur zum Schwimmern am Nachmittag verabredet, weitete es sich über die Nacht bis zum nächsten Tag aus. Auf dem Dach eines Jeepneys ging es über Salcedo zu unserem Ziel nach Asgad. Bestand die Straße auf der ersten Strecke noch weitgehend aus Beton mit Schlaglöchern, war die zweite hüglige Wegstrecke hingegen nur noch schmaler festgefahrener Sandweg, auf dem sich der Jeepney seinen Weg durchkämpfte.

Ich erfuhr bei der Ankunft, dass ich dann nicht nur zum Schwimmern eingeladen war, sondern auch zu einem Death Anniversary eines Verwandten. Auf den Philippinen ehrt man den Verstorbenen mindestens neun Jahre lang an seinem Todestag mit einem Fest, wo ein Großteil der Familie zu einem Festessen zusammen kommt. In Asgad wohnen, so erzählten man mir, zum Urlaubmachen viele Ausländer, u.a. auch ein Deutsche.



Nachdem die Sonne nicht mehr wie verrückt schien, ging es jedoch erst einmal zum Strand.




Fischer jagten hier mit Speeren und Netzen auch Fische. Später landeten die dann bei uns gleich auf dem Teller.

Leider kam dann doch noch Regen auf. Während es also regnete, schwammen wir mehr als eine Stunde im einigermaßen warmen Meer.

Zurück bei der Familie wurde dann gemeinsam nach einem längeren Gebet in Erinnerung an den Verstorbenen gegessen. Nachdem dann auch jeder sein Karaokelied gesungen hat und wir noch einmal einen kleinen Abstecher zum Meer gemacht haben, weil hier die einzige Stelle im Dorf ist, die ein Handysignal hat, ging es auch schon früh ins Bett, da wir schon um fünf Uhr morgens einen der wenigen Jeepneys zurück erwischen mussten.


Nächstes Wochenende wollen ich und ein paar Volontäre auf einer einsamen Insel übernachten. Hoffentlich bleibt das Wetter gut ;-)

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